Author Topic: Erste Hilfe bei Browser-Hijacking  (Read 14458 times)

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Erste Hilfe bei Browser-Hijacking
« on: Sunday, 16.01.2005 15:49 »
Den Befall mit einem Browser-Hijacker erkennt man daran, dass sich die Startseite des Internet-Explorers immer wieder von selbst auf ungewollte Webseiten verstellt. Sind diese ungewollten Seiten von Microsoft, handelt es sich natürlich nicht um einen Schädling, sondern um ein eingebautes Feature! ;-)

Browser Hijacker sind mehr als ein kosmetisches Ärgernis, weil diese Schädlinge oft im Hintergrund permanent weitere Schädlinge nachladen, die ihrerseits wieder neue Aktivitäten entfalten. Es ist also sofortiges Handeln angesagt!!

1.) Laden Sie sich kostenlos die Antispyware-Programme SpyBot Search & Destroy und Adaware herunter.

2.) Falls Sie über keinen sicheren Alternativ-Browser zum Internet-Explorer verfügen, laden Sie sich Mozilla Firefox herunter.

3.)  Installieren sie alle genannten Programme und machen jeweils einen Online-Update. Machen Sie auch einen Online-Update Ihres Virenscanners!

4.) Trennen Sie jetzt die Internetverbindung durch abziehen des Netzwerkkabels (oder Modemkabels) ab.

5.) Schalten Sie in den MS-Interneteinstellungen die Benutzung von ActiveX ab und schließen Sie den Internet-Explorer, Outlook und sämtlicher anderen Programme und Tools.

6.) Öffnen Sie Systemsteuerung / Software und deinstallieren Sie manuell alle zweifelhaften Programme (z.B. Toolbars, Real Player, Surf-Beschleuniger etc.) sofern sie nicht zwingend benötigt werden. Manche Spyware gibt sich auch einen legalen Anstrich und läßt sich (machmal) deinstallieren. Starten Sie danach den Rechner neu.

7.) Führen Sie eine Datenträgerbereinigng aus (Eigenschaften von Festplatte / Bereinigen). Löschen Sie alle Windows-Temp-Verzeichnisse und die temporären Internet-Verzeichnisse aller Benutzer und aller Browser.

7.) Prüfen und reinigen Sie mit dem Virenscanner und den beiden genannten Anti-Spyware-Programmen ihren gesamten Rechner. Führen Sie die Programme nacheinander aus, also keineswegs gleichzeitig.

8.) Wenn alle Programme ein Mal durchgelaufen, und die gefundenen Probleme entfernt wurden, starten Sie den Rechner neu und wiederholen Sie den letzten Schritt noch einmal, bis keine Schädlinge mehr gefunden werden. Starten Sie danach den Rechner noch einmal komplett neu.

9.) Stellen Sie jetzt die Startseite des Internet-Explorers auf eine leere Seite ein und testen Sie, ob das auch nach einem Neustart des Rechners so bleibt. Wenn ja, können Sie das selbe noch einmal vorsichtig mit angeschalteter Internetverbindung probieren. Wenn nicht, ziehen Sie sofort die Internetverbindung wieder ab, notieren Sie die Internetseite, auf die er geht, und schließen Sie den Internet-Explorer dann wieder.

9.) Falls das Procedere nicht erfolgreich war, und Sie keinen anderen PC mit  Internetanschluss zur Verfügung haben, stecken Sie die das Netzwerkkabel wieder ein, und benutzen Sie den Firefox Browser um im Internet nach Anleitungen zum Entfernen für Ihren speziellen Hijacker (mit der zuvor notierten Hijack-Seite) zu suchen. Wenn Sie möchten, können Sie auch in Internet-Foren wie z.B. im IP-Security-Forum Ihr Problem schildern und um Rat suchen.

10.) Als Vorsichtsmaßnahme gegen einen erneuten Befall sollten Sie sämtliche Internet-Favoriten und Bookmarks auf zweifelhafte Webseiten durchforsten und diese löschen. Sie können das Befalls-Risiko erheblich minimieren, wenn Sie zukünftig mit Firefox als Standardbrowser surfen, und den Internet-Explorer nur noch für die wenigen sonstigen Seiten verwenden, die ihn zwingend erfordern.

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