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Author Topic: Testbericht Outdoor WLAN Accesspoint DWL-2700AP von DLink  (Read 3865 times)

Offline Baustelle

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Es handelt sich hierbei um den DWL-2700AP

Lieferumfang:
neben dem Gerät befand sich in der Verpackung ein outdoor RJ45 Kat 5e Kabel, ein Antennenanschlußkabel, diverse Installationsmaterial, eine Installations-CD und eine mehrsprachige Kurzanleitung.

Zweck der Installation war eine Verbindung 2er räumlich von einander getrennten Büros. Beide Accesspoints kamen werkseitige mit der Firmware Version 1.01. Da die Büros über 150m von einander getrennt sind, sollte die Accesspoints im Bridgemodus arbeiten. An beide der Geräte wurde anstellen der beiden mitgelieferten Antennen jeweils eine Hochleistungsrichtfunkantenne installiert.

Für den Bridge Modus müssen zwingend beide Geräte auf dem gleichem Kanal arbeiten. Außerdem muss die Mac-Adresse gegenseitig eingetragen werden. Auch die SSID muss übereinstimmen. Weiterhin kann natürlich noch die Art und Weise der Daten Verschlüsselung von WEP bis hin zu ACL, 802.1X, WPA und AES eingestellt werden.

Erfahrungen:
Die Geräte können sowohl über das Webinterface als auch über eine spezielle Software konfiguriert werden. Meine Erfahrungen beziehen sich ausschließlich auf das Webinterface und dieses ist in weiten Teilen identisch zu den anderen DWL Produkten von D-Link. Der Vorteil ist, dass man sich relativ leicht zurechtfindet, vorausgesetzt man hat bereits  ein D-Link Produkt konfiguriert. Mit dem Webinterface kann man alles Notwendige einstellen, das war es dann aber auch. D-Link typisch ist das Neustarten des Routers nach der Übernahme von Einstellungen. Und hier haben wir den 1. Kritikpunkt, da jede Änderung bestätigt werden muss. Wechselt man die zu einem anderen Menüpunkt gehen alle Einstellungen verloren die nicht bestätigt wurden. Hier wäre es Besser wenn man zu nächst alle Änderungen in der Konfiguration speichert und dann das Gerät neu startet. Alleine hierdurch verlängert sich die Konfigurationszeit ungemein. Als weiteres war es mir nicht möglich eine andere Verschlüsselung als WEP einzuschalten. Zwar war kurzeitig WPA verfügbar, jedoch war diese Option nach dem obligatorischen Neustart des Geräts wieder deaktiviert.
Mehrfach „vergaßen“ die Geräte ihre Konfiguration. Zwar behielten sie die Einstellung der SSID und der Mac-Adresse, änderten jedoch sowohl den Kanal als auch die IP-Adresse. Hierdurch war natürlich ein Bridge-Modus nicht mehr möglich. Die Krönung  des Ganzen war aber als das bereits vergebene Passwort bei einem der beiden Geräte geändert wurde ohne dass ich eine Einstellung in diesem Punkt vornahm! Nach dem Neustart war es mir hierdurch nicht mehr möglich mich an das Webinterface anzumelden. Die Dokumentation des Geräts schweigt sich darüber aus, wie man auf die Default Werte reseten kann. Ein Schalter/Taster ist jeden Falls nicht am Gerät angebracht. Lösung des Problems war das altbewährte TELNET. Hierüber konnte ich sowohl den User als auch das Passwort wieder einstellen.

Nach dem alle Werte stimmten, arbeiteten die beiden Accesspoint jedoch zuverlässig im Bridge Modus. Mit der Firmware 1.02 sollen auch alle hier beschriebenen Probleme gelöst sein. Dies werde ich jedoch noch testen. Allerdings bleibt zu bemerken, dass man bei einem Gerät mit einen Straßenpreis von ca. 1.000 € sofort nach dem Auspacken ein 100% Funktion  erwarten dürfte, zumal im „Outdoor“ Bereich nicht immer eine Internetzugang zur Verfügung steht.

Fazit:
Robuste Gehäuse - typische D-Link Konfiguration – Umfangreichen Installationszubehör - (nach anfänglichen Schwierigkeiten) stabiler Betrieb
« Last Edit: Monday, 06.06.2005 11:28 by Martin »