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DVOTipp

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WIZLAN
« on: Saturday, 18.08.2007 17:28 »
Fiber to the office


Werden für alle Verkabelungsabschnitte Lichtwellenkabel (LWL-Kabel) verwendet, so können je nach Größe der Gebäudegegebenheiten die Netzinfrastrukturen ein- oder zweistufig realisiert werden, d. h. es entfallen somit Verkabelungsabschnitte und funktionelle Elemente. Es liegt physikalisch ein stern-förmiges Netz mit einer 1:1 Verkabelung vor. Man spricht hier von „Fiber to the office“, wenn in den Büros zusätzlich ein Installationsswitch eingesetzt wird, der mehrere geswitchte Kupferports zur Verfügung stellt. Hierdurch können auch preiswertere Kupferadapterkarten eingesetzt werden. Aufgrund des geringen Kabeldurchmessers des LWL-Kabel und da nur ein Kabel je Büro erforderlich, ist der Platzbedarf bei den Kabelwegen und Verteilerschränken wesentlich geringer, als bei einem strukturiertem Verkabelungssystem. Diese Art der Netzinfrastruktur weist gegenüber der strukturierten Verkabelung folgende wesentliche Vorteile auf:



 -          die Einschränkungen wie bei Kupferkabeln entfallen
 -          geringerer Verwaltungsaufwand durch die Zentralisierung der wichtigsten Netzwerkkomponenten

-          die Infrastruktur ist einfach zu erweitern

 -          keine Auswirkung auf das Gesamtnetz bei Ausfall eines Installationsswitch

 -          diensteneutrale Infrastruktur

 -          geringere Gebäudekosten (nur ein zentraler Technikraum und somit nur einmal USV und
            Klimatisierung).

 Power over Ethernet ist bei dieser Lösung - als Option - für 2 Ports möglich.

Aus dem Konzept der Kupferleitungen im Tertiärbereich (Anschlussbereich) und mit dem Verlegen des LWL-basierenden Sekundärbereiches in das unmittelbare lokale Umfeld der Endsysteme (gleicher Raum / Büro) ergeben sich folgende Vorgaben für die aktiven Netzwerkkomponenten.

Die Backbone-Systeme sind mit Reserven auszulegen und müssen zukunftssicher sein. Das bedeute als Minimalanforderungen:

10 Gigabit müssen im System realisierbar sein
das System sollte NON-Blocking sein, d. h. alles was in das System gesendet wird, kann ohne Datenstau verarbeitet werden
es sind Systemreserven, z. B. freie Einschübe zu planen
Sicherheitsfunktionen, wie Basis-Firewall-Funktionen über ACL, z. B. zum Eingrenzen der Auswirkungen von Netzwerkviren
Redundanz und Ausfallsicherheit werden mit schnellen Norm-Verfahren wie Rapid-Spanning-Tree, Link-Aggregation (Trunking) oder Routing-Algorithmen und entsprechendem Design gewährleistet.

Unterverteiler (Edge-Bereich)

Hier werden in den Räumen der Endsysteme Installationsswitche eingesetzt.

 Der Installationsswitch sollte mindestens den Leistungsumfang gemäß beigefügter Leistungsbeschreibung sicherstellen, wie:

  Ø       Management (SNMP-Agent und http-Web-Interface)

  Ø       4 Port 10/100 Mbps Kupfer und ein LWL Interface   

  Ø       LED-Anzeigen

  Ø       Temperaturüberwachung

  Ø       Optional Power-over-Ethernet.

 Endsysteme (Desk) 

 Produkte können z.B. bei www.delphin-distribution.de bezogen werden