Author Topic: filesharing ...  (Read 5920 times)

Offline grünweiß

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filesharing ...
« on: Thursday, 30.11.2006 04:33 »
einen wunderschönen guten morgen euch allen ! ! !

ich habe mir hier sehr viel zum thema ip-adressen schon druchgelesen, dachte mir aber nie, dass ich selber mal als noobie hier mal ne frage posten müsste  ;)

vor weg ich bin zurzeit in den usa!! einer meiner freunde hier,meinte letztens mal zu mir ich soll mir limewire runter laden, er würde sich darüber alles laden ..musik, filme usw.

ich habe schon in einem anderen forum gelesen, dass filesharing programme zu 100% nicht sicher sind! aus diesem grund würde ich mir da nixx runterladen.
aus interesse würde ich aber gerne wissen "wie wahrscheinlich es ist, dass meine ip-adresse da rausgefischt wird" und wenn sie das wird...was würde dann passieren?!?

von wegen urheberrechtsverletzung oder ich weiß hier von n paar leuten an meiner schule, dass die sich auch pornographische filme runterladen (keine kinderp.) !?!

mich erstaunt das, dass die das so "leichtfertig" machen ..

Offline Martin

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Re: filesharing ...
« Reply #1 on: Thursday, 30.11.2006 17:04 »
Hallo Grünweiß,

damit beim Filesharing überhaupt was passiert, muss jemand ein wirtschaftliches Interesse an der Aufdeckung Deiner Identität haben. Das sind in der Regel die Rechteinhaber von Filmen und Musik, Softwarehersteller sind da bisher weniger aufgefallen. Man kann hoffen, dass es die Leute auf die Großen Fische abgesehen haben, also Leute, die Gigabyte-weise MP3 und Video-Dateien sharen. Diese Hoffnung ist aber trügerisch, denn in meinen Augen handelt die Musikindustrie bei der Verfolgung von Raubkopierern nicht mehr mit Augenmaß.

Ich weiß aus erster Hand, dass es Firmen gibt, die im Auftrag der Musik- und Filmindustrie "Köder"-Files zum Upload anbieten, zu dem einzigen Zweck, Leute zu ermitteln, die verklagt werden können. Das ist je nach p2p-Programm natürlich unterschiedlich schwer, und wenn man einen Anonymisierungsdienst mit ausreichend hoher Bandbreite abonniert, haben die überhaupt keine reelle Chance, einen zu schnappen.

In meinem Umfeld haben fast alle, die noch vor Jahren fleißig für den Eigenbedarf "gesaugt" haben, inzwischen die Finger davon gelassen, weil ihnen das zu heiß geworden ist. Wenn man sich die immer noch hohen Benutzerzahlen von p2p-Systemen ansieht, wundert mich deren Leichtfertigkeit auch.

Andererseits kann man davon ausgehen, dass die Musikindustrie vor allem wegen der abschreckenden Wirkung gegen Raubkopierer vorgeht. Sie können also eigentlich kein Interesse daran haben, die Leute heimlich zu verklagen, und entsprechend werden ja auch Fahndungsergebnisse öffentlich gemacht, vielleicht sogar übertrieben dargestellt. Wenn man daher die (sehr überschaubare) Zahl überführter Copyright-Verletzer als realistisch betrachtet, und ins Verhältnis zur Gesamtzahl aktiver p2p-Benutzer setzt, dürfte das Risiko als gelegentlicher p2p-Downloader verfolgt zu werden, im Moment immer noch relativ gering sein.

Ich kann Dir aber nur raten, auch dieses geringe Risiko nicht einzugehen.
« Last Edit: Friday, 01.12.2006 07:55 by Martin »

Offline grünweiß

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Re: filesharing ...
« Reply #2 on: Friday, 01.12.2006 04:18 »
vielen dank schon mal für diese ausfürhliche antwort!!

wenn noch jemand was weiß, dann freue ich mich, wenn er das hier mal postet!

greetz

grünweiß

Offline Cheffe

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Re: filesharing ...
« Reply #3 on: Wednesday, 20.12.2006 22:10 »
*hmpf*

schweres thema. wie gut stehen die chancen beim Ladendiebstahl NICHT erwischt zu werden?

Ich bin generell dagegen, etwas zu tauschen an dem ich keine Rechte besitze.
Mittlerweile sind legale Downloads schon recht erschwinglich. Schon alleine wenn man das Verhältnis sieht,
was ich mir "Spare" und was mir unterkommt wenn ich erwischt werde.

Sinnigerweise muss ja auch jemand für seine Arbeit bezahlt werden. Musiker, Bands und auch die, die die CDs
vertreiben. Aber bitte in Maßen, nicht in Massen.
Immerhin kostet die jagt nach Raubkopierern schliesslich auch ne Menge Geld, welches wir anschliessend doppelt
und dreifach auf die CDs wieder zuzahlen dürfen.

Trotzdem, mein Apell an die Musikindustrie:
Nicht von einem eine Million Euro wollen, sondern jeweils von einer Million einen Euro ;-)