Der zitierte Satz mit der Surfhistorie beschreibt, was ein
Webserver aufzeichnet, den Du besuchst. Er kann damit verfolgen, was jemand mit einer bestimmten IP-Adresse jeweils
auf seinem Server gemacht hat. Er bekommt natürlich nicht mit, auf welchen sonstigen Webseiten Du warst.
Die IP-basierenden Möglichkeiten eines Homepage-Betreibers sind ziemlich beschränkt. Er könnte zwar bestimmte Bereiche sperren, aber das wird er zumindest in Deutschland nicht tun, sonst sperrt er gleich alle anderen Benutzer in der Nachbarschaft mit aus.
Anders sieht es bei einem Zugriff von China aus auf ein deutsches Forum aus, wenn von da aus ein Hacker-Angriff oder ein Spam-Angriff kommt. Dann kann der Forum-Betreiber schon mal den ganzen Adress-Block sperren, ohne Kollateralschäden zu befürchten.
Der Flash-Player kann sogenannte
Flash local shared objects (LSOs) speichern, auch
Flash Cookies genannt. Die funktionieren ähnlich wie bei den Web-Browser-Cookies: Nur derjenige Webserver kann sie später noch lesen, der sie zuvor selbst geschrieben hat. Genau über dieses Flash Cookie kann er Dich später wiedererkennen, selbst wenn Du mit einer anderen IP-Adresse unterwegs bist und Dich beim Provider mit einem anderen Benutzernamen anmeldest.
Die gute Nachricht ist, erst wenige Portale nutzen diese Möglichkeit zur Wiedererkennung eines Benutzers (YouTube, spiegel.de, web.de, Strato beispielsweise).
Die schlechte Nachricht ist, dass weder Firefox 2.0 noch IE 7 in der Lage sind, diese Flash Cookies ohne Zusatztools zu löschen! Die Flash LSO-Einstellungen kann man übrigens
hier einsehen und ändern.